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08.07.2011, Aalen - Aalener Nachrichten
Schüler lernen Arbeitswelt und Vielfalt der Berufe kennen

Gestern wurde auf Schloss Fachsenfeld eine erste Bilanz gezogen. Ergebnis: 74 Schulen und 148 Einrichtungen der Region sind eine Bildungspartnerschaft eingegangen, das sind neun von zehn Schulen in Ostwürttemberg.

Schulamtsleiter Hans-Jörg Polzer: „Diese Zusammenführung von Schule und Leben hat einen extrem hohen pädagogischen Wert, unabhängig von der Schulart.“ Vor zweieinhalb Jahren hatte die Landesregierung beschlossen, Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen auszubauen. Ziele waren, das Wissen über Wirtschaft bei Schülern und Lehrern zu stärken und die Ausbildungsreife sowie Ausbildungs- und Studierfähigkeit der Schüler zu stärken.

In Ostwürttemberg jedenfalls, hieß es gestern, ist die Rechnung aufgegangen. Nahezu alle Gymnasien, Realschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen unterhalten Bildungspartnerschaften, der Abdeckungsgrad wird mit 90 Prozent beziffert. Und die 100 Prozent sind in Reichweite: Demnächst, so Polzer, kommen die Sonderschulen dazu. Es sei nämlich wichtig, sagte der Schulamtschef, die Sichtweisen der Wirtschaft in die Bildungspolitik einzubringen.

Dass Ostwürttemberg bei den Bildungspartnerschaften Spitzenreiter im Land sei, sei ein Riesenkompliment an seine Betriebe. Dass die Partnerschaften bei den Betroffenen ankommen, unterstrichen Schülerinnen und Schüler der Mittelhofschule Ellwangen eindrucksvoll: Sie stellten in einem Sketch dar, dass die Bildungspartnerschaft für sie eine große Entscheidungshilfe bei der Berufswahl ist. Zufrieden zogen denn auch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg, Klaus Moser, der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, Jörn P. Makko, und die Geschäftsführerin Recht und Bildung bei der Handwerkskammer Ulm, Karin Schmid, Bilanz.

Moser bekannte, dass er anfangs skeptisch gewesen sei. Erreicht worden sei ein außerordentliches Ergebnis. Es habe mit dazu beigetragen, dass heuer 20 Prozent mehr Ausbildungsverhältnisse als im Vorjahr eingegangen worden seien. Er habe den Erfolg fast erwartet, sagte dagegen Makko. Freilich sei dieser Erfolg mit viel Schweiß und Anstrengung erreicht worden. Es sei wichtig, die Jugend für die Ausbildung zu gewinnen, unterstrich Karin Schmid, denn die Betriebe bräuchten qualifizierte Nachwuchskräfte.

Bewirtet wurden die Teilnehmer zum Ausklang von Schülerinnen und Schülern der Hofherrnschule in Aalen, für Unterhaltung sorgte die Band der Aalener Schillerschule.

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