Presseartikel und Mitteilungen

28.11.2017, Aalen
Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen funktioniert - Reger Austausch beim 7. Forum Bildungspartnerschaften

Was ist eine „gelingende Berufsorientierung“? Mit dieser Frage beschäftigten sich über 130 Teilnehmer beim 7. Forum Bildungspartnerschaften in Aalen.

Jörn P. Makko, Geschäftsführer von Südwestmetall Ostwürttemberg, freute sich als Gastgeber über die zahlreichen Vertreter der Bildungspartnerschaften. „Unternehmen suchen Auszubildende mit guten Schulkenntnissen und echtem Interesse am zu erlernenden Beruf. Die bestehenden Bildungspartnerschaften müssen sich deshalb immer weiterentwickeln, immer vielseitiger werden“, so Makko.

Der neue Bildungsplan und die neue Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums stärkt die Bedeutung der beruflichen Orientierung an Schulen. Darüber informierte Jörg Hofrichter, der Leiter des Staatlichen Schulamts in Göppingen. „Berufsorientierung ist so wichtig wie andere Schulthemen. Mehrere Praktika, Praxistage und Bildungspartnerschaften werden an den Schulen im Schulkonzept nun fest verankert. Bildungspartnerschaften sind damit zeitgemäß, denn jede Bildungspartnerschaft muss zur jeweiligen Schule und ihren Bedarfen passen!“ Er lobte die guten Partnerschaften in Ostwürttemberg und bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Engagement für die Schülerinnen und Schüler.

An der Friedensschule in Schwäbisch Gmünd ist eine gelungene Berufsorientierung bereits durch das BoriS-Berufswahlsiegel Baden Württemberg zertifiziert. Die Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Daniela Maschka-Dengler sieht die Leitperspektive Berufsorientierung als gesamtschulische Aufgabe, die in allen Klassenstufen umgesetzt wird.

Ein Zirkeltraining der Kooperationspartner für Eltern und Schülern trägt der Bedeutung der Eltern bei der Berufswahl Rechnung. Hierbei erhalten Eltern einen guten Einblick in die Firmen der Region und viele Ausbildungsangebote. Viele Schüler der Friedensschule lassen sich von einer guten Ausbildung überzeugen und wechseln nach der Schule in eine duale Ausbildung.

Für diesen Weg hat sich auch die 19-jährige Laura Gütlin entschieden. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Zimmererin. Im Interview mit Karin Schmid, Geschäftsführerin der Abteilung Bildung und Mitgliedschaft bei der Handwerkskammer Ulm, betonte sie, dass die Berufsentscheidung passend für sie war. Gütlin: „Über ein Praktikum habe ich Gefallen an dem Beruf gefunden. Entgegen vielen Vorurteilen ist die Arbeit nicht zu schwer für mich.“

Auch bei Julia Gentner war das Praktikum entscheidend für ihre Ausbildung. Im Dialog mit Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg, begründete Gentner ihre Entscheidung für das Modell „Double Degree“. Das ermöglicht ihr im Anschluss an ihr Abitur in vier Jahren eine Ausbildung zur Industriekauffrau und zeitgleich ein BWL-Studium abzuschließen. Gentner schätzt dabei die Praxisnähe. „Schulisch Gelerntes kann ich gut im Unternehmen anwenden. Mein Arbeitgeber überträgt mir inzwischen viele anspruchsvolle Aufgaben.“

Die Freude an ihrer Ausbildung zur Mechatronikerin war auch bei Rebecca Schaaf zu spüren. Gerne wirbt sie in Schulen als Ausbildungsbotschafterin und überzeugt die Schüler von den Vorteilen des Berufs Mechatroniker. Zwei Schulen waren aktiv an der Veranstaltung beteiligt.

Das Kopernikus Gymnasium sorgte für die musikalische Umrahmung und die Dreißentalschule aus Oberkochen übernahm die Bewirtung.

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