SCHULEWIRTSCHAFT Schwäbisch Gmünd besucht ZF Group/TRW Automotive GmbH in Alfdorf

13-11-19, Alfdorf

Mit dem Thema „Passive Sicherheitstechnik im Automobil und die Anforderungen an die Fachkräfte von morgen“ beschäftigte sich das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Schwäbisch Gmünd bei seinem Besuch der ZF Group/TRW Automotive GmbH.

Andreas Nebert, einer der Leiter des Arbeitskreises und Ausbildungsleiter bei Bosch, begrüßte die interessierte Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern der verschiedenen Schularten, Vertreter der Arbeitsagentur und des Landratsamtes sowie der Seminare Schwäbisch Gmünd.

 

Die ZF Group/TRW Automotive GmbH in Alfdorf gehört seit 2015 zur ZF Friedrichshafen AG. Der ZF-Konzern ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer und zählt zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Antriebs-, Fahrwerk- und Sicherheitstechnik. In Alfdorf befindet sich der Hauptsitz der Division Passive Sicherheitstechnik.

 

Bei ihrer Firmenpräsentation setzte die ZF-Ausbildungsleiterin Rabea Zoller den Schwerpunkt auf die verschiedenen Ausbildungsberufe und dualen Studiengänge. Da es heute vielen Schülerinnen und Schülern schwerfällt, nach dem Schulabschluss den richtigen Beruf oder Studiengang zu finden, gibt es bei der ZF einen Ausbildungsfinder, der helfen soll, eine passende Ausbildung oder ein Duales Studium zu finden. Probeweise wurde der Ausbildungsfinder auch gleich getestet.

 

Anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit, neueste Entwicklungen zur passiven Sicherheitstechnik kennenzulernen. Zwei aktuelle Innovationen konnten die Teilnehmer praktisch erproben. Mit dem Handerkennungssystem „Hands On Detection“ wandelt sich das Lenkrad von einem reinen Steuerelement zu einem Sicherheitsbauteil mit komplexem Anforderungsprofil. Ein integriertes Sensorsystem erfasst, ob der Fahrer tatsächlich seine Hände am Lenkrad hat. Das System ist kombiniert mit der neuesten Innovation von ZF, der Lenkrad-Heiztechnik (Conductor Insert Heating System, CIHS).

 

Des Weiteren durfte jeder Teilnehmer in einem Versuchsfahrzeug Platz nehmen und sich mit der neuesten Generation von Sicherheitsgurten vertraut machen. Der aktive Gurtstraffer ist eine Technologie, mit der nach dem Anschnallen und bei kritischen Fahrsituationen der Gurt gestrafft werden kann, so dass das Gurtband eng am Körper anliegt. Nur so kann der Gurt den Insassen bei einem Unfall gut schützen.

 

In einer abschließenden Fragerunde mit Azubis und Studenten stand der Übergang von der Schule in den Beruf oder ein Studium im Vordergrund. Diskutiert wurde die Rolle der Berufsorientierung an den Schulen. Bereiten die Schulen die Schulabgänger auf das Berufsleben vor? Hier sind vor allem erste praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Berufsfeldern für die Berufswahl von Bedeutung. Besonders wichtig für die Azubis und Studenten sind die Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten. Hier bietet ZF ein Patenmodell an. Wer nach seiner Ausbildung an einer Hochschule studiert, hat die Möglichkeit, z. B in den Semesterferien bei ZF zu arbeiten, aber nicht als Praktikant, sondern in seinem Ausbildungsberuf. Das ist eine gute Finanzierungsmöglichkeit des Studiums, die für beide Seiten eine Win-Win-Situation darstellt. Den Absolventen bietet das Modell im Anschluss an ein Studium einen direkten Wiedereinstieg, ZF hingegen kann auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen.

 

Insgesamt zeigte die Gesprächsrunde, wie wichtig in Zeiten einer sich schnell wandelnden Industriewelt der Austausch zwischen Schule und Wirtschaft ist.