Schüler befragen Azubis zu ihren Berufen in einem Speed-Dating

17-05-19, Tuttlingen

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8c und 8d der Hermann-Hesse-Realschule konnten in einem Berufe-Speed-Dating Format alle ihre Fragen direkt an Auszubildende richten.

Das Berufe-Speed-Dating war ein Pilot im Auftrag des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Tuttlingen und wurde in Kooperation mit der Servicestelle SCHULEWEWIRTSCHAFT und der Initiative Ausbildungsbotschafter konzipiert, erstmals durchgeführt und erprobt.

Die Initiative Ausbildungsbotschafter vermittelt landesweit Auszubildende an allgemeinbildende Schulen, um über die berufliche Ausbildung zu informieren. Diese geschulten Auszubildende halten normalerweise einen Kurzvortrag innerhalb eines Berufsinformationstages in Schulen.

Anders bei diesem neuen Format Berufe-Speed-Dating: Hier können Schüler/innen aktiv ihre eigenen Fragen zum jeweiligen Beruf in einem Zeitfenster von 10 Minuten in kleinen Gruppen stellen, bevor sie dann auf ein akustisches Signal hin zum nächsten Beruf wechseln. Auf diese Weise konnten die Schüler/Innen am Freitag innerhalb von zwei Schulstunden insgesamt 8 Ausbildungsberufe in verschiedenen Bereichen im Gespräch erkunden.

Meike Schilling, Carmen Leible und Ulrike Driendl repräsentierten den sozialen Bereich als Medizinische Fachangestellte und Gesundheits- und Krankenpfleger. Ebenfalls kamen vom sozialen Bereich Svenja Lepszy und Patricia Eis, die ihre Ausbildung als Erzieherinnen machen. Für die gewerblich-technischen Berufe sprachen Julian Haller als Elektroniker für Geräte und Systeme, Ibrahim Simsek als Industriemechaniker sowie die beiden angehenden Werkzeugmechaniker Nico Briel mit Andreas Spradau. Sie hatten den Schülern auch eigene Werkstücke mitgebracht. Johnatan Siegel repräsentierte den kaufmännischen Bereich als Industriekaufmann. Im IT Bereich zeigte Celina Klichle anschauliche Beispiele von Programmen, die sie selbst als IT-Systemkauffrau Auszubildende programmiert hat. Besonders beeindruckt waren die Schüler/innen von dem Spiel Tic-Tac-Toe, das man sogar mit Excel programmieren kann. Gerade das Anschauungsmaterial lieferte viel Stoff für weitere Fragen.

Sowohl Schülernnen als auch Azubis wurden recht schnell miteinander warm, und die Zeit verging wie im Fluge, viele Schülerinnen schrieben sogar fleißig mit. Beim Einsatz der Ausbildungsbotschafter achtet ihre Koordinatorin Aseta Fischer stets darauf, dass der Einsatz für alle Beteiligten ein Gewinn ist. Die Botschafter/innen erlebten den neuen Einsatz als sehr lebendig und auf Augenhöhe mit den Schülern, die Schüler konnten ganz anders aus sich heraus kommen.

Auch die Schüler hatten viel Spaß und konnten sehr viel in Erfahrung bringen. „Ich habe gemerkt, dass ich Vorurteile bei bestimmten Berufen hatte, aber dass es ja in Wirklichkeit ganz anders ist“ so Luis Vollmer aus der Klasse 8c. „Ein besseres Feedback hätten wir uns gar nicht wünschen können“ erläutert Silke Kiebler, Leiterin der Servicestelle SCHULEWIRTSCHAFT. SCHULEWIRTSCHAFT engagiert sich in vielen Maßnahmen der beruflichen Orientierung für Schüler/innen, und der Arbeitskreis Tuttlingen wird den Einsatz an weiteren Schulen unterstützen.