Perspektive: Digitalisierte Ausbildung

28-11-18, Esslingen

Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Reutlingen ermöglicht Lehrkräften und Wirtschaftsvertretern Einblicke in unterschiedlichste Unternehmen. Das Interesse am Besuch des Ausbildungszentrums bei der Daimler AG war besonders groß.

Digitale Transformation. Für die Einen noch Zukunftsmusik für die Anderen längst betrieblicher Alltag. So auch für die Auszubildenden des Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, die im konzernweit ersten Industrie 4.0 Labor in Esslingen-Brühl fit gemacht werden für Ihre zukünftige digitale Arbeitswelt.

Mitglieder des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT, Lehrkräfte aus allen Schulbereichen, Firmenvertreter, Vertreter der Agentur für Arbeit, des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Südwestmetall, der Handwerkskammer, und von verschiedenen Bildungseinrichtungen, waren zu Gast bei einem der modernsten Ausbildungszentren der Welt und konnten am Beispiel der gewerblichen Ausbildungsberufe bei Daimler, erfahren, wie Digitalisierung in der Ausbildung funktionieren kann. Hier steht das Thema Digitalisierung in der Ausbildung im Mittelpunkt.

Die Vorsitzenden des Arbeitskreises Frau Susanne Merkh und Herr Gerrit Chilla begrüßten die Teilnehmer. Beide Vorsitzenden heben die Bedeutung des Arbeitskreises beim digitalen Wandel und bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels hervor. Durch regelmäßig stattfindende Betriebsbesuche, werden vor allem die duale Ausbildung und das duale Studium in den Fokus gestellt.

Susanne Merk betont: „Das Netzwerk  SCHULEWIRTSCHAFT ist ein sehr guter Weg, um die Jugendlichen in ihrer Berufsfindung zu unterstützen. Gerade in Zeiten des digitalen Wandels ist es wichtig Jugendlichen Orientierungshilfen zu geben.“ Gerrit Chilla führt weiter an: „SCHULEWIRTSCHAFT fördert zudem den Austausch zwischen Unternehmen und Schulen und unterstützt  diese aktuellen Bildungsthemen, wie auch das Thema Digitalisierung direkt vor Ort.“ Manja Hannemann, von der Geschäftsstelle des Arbeitskreises, betonte, „…dass die digitale Ausbildung in vielen Berufen heute ein Muss ist und dass es nun darum geht, schrittweise Qualifikationen und Ausbildungsinhalten an die neuen Anforderungen anzupassen“.  

Während der Führung durch das hochmoderne Ausbildungszentrum erfuhren die Veranstaltungsteilnehmer, dass für Auszubildende bei Daimler das Arbeiten mit Robotern, 3D-Druck oder auch erste Erfahrungen mit der sogenannten Augmented Reality zum Ausbildungsalltag genauso dazu gehören, wie eine Online-Lernplattform. So können die Auszubildenden Lehrinhalte ortsunabhängig und flexibel auf ihre Smartphones laden, bearbeiten und digitale Lernerfolgskontrollen durchführen. Beispielsweise lernen die Auszubildenden beim virtuellen Schweißen an einem Simulator (siehe Foto), ihre Schweißfähigkeiten effektiv, risikolos und ressourcenschonend zu verbessern und mit Snap4Mercedes teilen die Auszubildenden Bilder und Videos zu Ausbildungsinhalten.

Andreas Hummel, der Leiter Ausbildung industrielle Metallberufe und Robotik bei der Daimler AG, stellte im Anschluss die Ausbildungsberufe vor und erläuterte, welche Voraussetzungen Auszubildende für eine Karriere im Unternehmen  mitbringen müssen und wie Daimler versucht, die zukünftigen Fachkräfte fit zu machen für die Industrie 4.0.

Während der Veranstaltung fand ein reger Austausch zwischen den Besuchern und den Ausbildungsverantwortlichen bei Daimler, über Fragen der Ausbildung, der Kompetenzen von Schulabgängern und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieben statt.