Viel Licht auf die nebulöse "KI" im Netzwerk Campus Schule-Wirtschaft

27-01-20, Rottweil

Sie ist in aller Munde und doch weiß niemand so genau, was Künstliche Intelligenz eigentlich ist. Diesen Nebel zu lichten gelang Prof. Dr. Matthias Haun, Professor für kognitive Kybernetik und Philosophie der Kognitionswissenschaften an der Hochschule Offenburg - in seinem fundierten und spannenden Vortrag im vollbesetzten Saal des Kapuziners in Rottweil im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT.

Der Vortrag fand im Rahmen der jährlichen Vortragsreihe „Arbeitswelten der Zukunft“ statt und widmete sich dem Thema „Menschenbilder – Maschinenbilder – Zusammenleben mit Künstlicher Intelligenz“.

Prof. Dr. Haun gab einen guten Überblick über die Vielseitigkeit dieser  Schlüsseltechnologie: Diese bringt beeindruckende Lösungen in allen Lebensbereichen wie Gesundheit, Mobilität, Industrie, Energie, und Smart City. Gleichwohl ob durch ganz neue Visualisierungen wie beispielsweise das Entstehen eines Gedankens im Gehirn, eine 80-prozentige Unfallvermeidung beim Auto-Fahren oder sogar autonome Entscheidungen durch das sog. „Deep Learning“.

Die revolutionären Möglichkeiten sind dadurch unbegrenzt und üben eine große Faszination auf den Menschen aus, aber genauso auch eine Ablehnung. Technik sei aber wertneutral, so Haun und nicht per se gut oder schlecht. Es liege am Menschen, wie er diese Technik bewerte und einsetze. Wenngleich diese Technik noch nicht voll spürbar im Alltag angekommen ist, so wird sie zentral die Lebenswelten der Zukunft und zukünftiger Generationen gestalten.

Wie eine zeitgemäße Bildung junger Menschen dies berücksichtigt beschäftigt im Netzwerk viele Lehrkräfte und Ausbilder*innen. Diese und viele andere Fragen beantwortete der engagierte Referent klar in der regen anschließenden Diskussion. Zeitgemäße Bildung müsse junge Menschen befähigen, die Technik zu verstehen und sich mit ihr kritisch auseinander zu setzen um sie sinnvoll und ethisch zur Lösung momentaner gesellschaftlicher Probleme einsetzen zu können.