TECademy bei Läpple in Heilbronn

05-02-20, Heilbronn/Möckmühl

Statt klassischer Unterricht am Jagsttal Schulverbund Möckmühl geht es für diesen Schultag zur Firma Läpple nach Heilbronn. In den achten und neunten Klassen des Realschulzweiges hinterlassen die Schüler und Schülerinnen an diesem Tag jeweils eine Lücke.

Diese ganztägige Firmenerkundung ist die genehmigte Ausnahme. Es ist praktische Wirtschaftskunde. Normalerweise trifft sich die AG TECademy immer mittwochs nach dem Unterricht.

Nach der Anmeldung an der Pforte holt uns einer der beiden Ausbilder, die sich für uns an diesem Tag sehr viel Zeit nehmen, ab. Herr Käs führt uns in das Ausbildungszentrum. Herr Hofmann lädt ein, sich mit Fanta, Cola und Butterbretzel zu stärken und stellt uns in einer Präsentation die Firma Läpple als Automobilzulieferer vor. Ebenso erklärt er welche Ausbildungsberufe angeboten werden. Für die anstehende Werksführung gibt es neben der Sicherheitsunterweisung für alle eine Schutzbrille und eine Sicherheitsweste. Die beiden Ausbilder führen uns von einer Werkshalle in die nächste. Dabei sehen die Schülerinnen und Schüler u.a. wie in einer Halle viele Roboter Hand in Hand Teile für die Karosserie für einen bekannten Sportwagenhersteller vollautomatisch fertigen.

Diese Einblicke in modernste Roboterfertigung kann man hier live miterleben. In einer anderen Halle steht nur eine Anlage. Dafür ist diese riesengroße Presse sehr hoch und benötigt ein ca. 10 Meter tiefes Fundament. Nach Rücksprache mit dem Maschinen- und Anlagenführer dürfen alle ganz nah an diese große Presse herantreten. Zum einen um durch die Fenster zu sehen wie aus einer großen Blechrolle – Coil genannt – in verschiedenen Schritten Blechteile gestanzt, umgeformt und gefertigt werden. Zum anderen aber auch um hautnah zu spüren, mit was für einer Wucht die Presse arbeitet.

Danach durfte jeder unter Anleitung der beiden Ausbilder ein eigenes Werkstück fertigen. Damit es das Eigene wird, darf jeder mit Hammer und Schlagzahl seinen Namen auf das eine Blech stempeln. Anschließend werden beide Bleche mit Schleifpapier geschliffen. Die beiden Bleche werden dann mit vielen Unterlegscheiben mit Schrauben und Hülsen mit Innengewinde montiert. Zwischen die Unterlegscheiben können auf beiden Seiten verschiedene Schlüssel montiert werden. Somit ist es ein Schlüsselanhänger, aus dem man wie bei einem Schweitzer Taschenmesser je nach Bedarf den einen oder anderen Schlüssel herausklappen kann. Mit diesem selbergemachten Werkstück und den vielen wertvollen Eindrücken geht es nachmittags zurück nach Hause.

„Hier mache ich mal ein Praktikum“ ist sich Lukas aus der 8. Klasse sicher. Die TECademy hat das Ziel, Realschülern innerhalb von einem Schuljahr u.a. durch solche Firmenerkundungen eine vertiefte Berufsorientierung zu ermöglichen. Ganz nach dem Motto: Schule trifft Wirtschaft – einfach TECademy!