Informationen zur Digitalisierung an Schulen

15-05-19, Donzdorf

Antworten auf Fragen zur Umsetzung des DigitalPakts und zur sinnvollen Benutzung von Tablets an Schulen erhielten über fünfzig Teilnehmer der Veranstaltung von SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen. Schulleiter und Lehrkräfte aller Schularten sowie Vertreter der Schulträger zeigten großes Interesse an dem Themenfeld der Digitalisierung.

An der Messelbergschule treffen sich Erich Ege, Jochen Wizemann, Andrea Eberhard, Jan Albrecht, Heiko Huttenlocher und Sven Strahlendorf.

Die Messelbergschule bot dafür als „digital gestützte Schule“ den idealen Rahmen. Als Gastgeber stellte Schulleiter Erich Ege die Gemeinschaftsschule vor. An der Messelbergschule erhält jede Schülerin und jeder Schüler sowie alle Lehrkräfte ein eigenes IPad. Dieses wird im Unterricht eingesetzt und bietet einen Zugang zu einer Lernplattform.

Jochen Wizemann, Schulnetzberater am Kreismedienzentrum in Göppingen, erläuterte den DigitalPakt Schule, das Landesförderprogramm und den Medienentwicklungsplan BW (MEP BW). Der onlinebasierte MEP BW unterstützt die Schulen bei der Antragsstellung für die Fördergelder. Der in sieben Phasen eingeteilte MEP beinhaltet unter anderem die Erarbeitung einer individuellen Vision für die Schule, eine Zielfestlegung für die Unterrichtsentwicklung, sowie eine Bestandsaufnahme der technischen Gegebenheiten. Wesentliches Element des MEP BW ist eine enge Zusammenarbeit von Schulträger und Schule. Jeder Schulträger in Baden-Württemberg kann Fördergelder beantragen, sofern die Schule einen entsprechenden Medienentwicklungsplan vorlegt. Jochen Wizemann empfiehlt die Nutzung des Tools MEP BW ab dem neuen Schuljahr. Die Schulen sollten in ihrer Planung hierfür einen Zeitraum von sechs Monate einkalkulieren.

Aus der Praxis konnte Heiko Huttenlocher vom Werner-Heisenberg-Gymnasium berichten. Die Erfahrungen aus dem Tablet-Projekt an der Schule zeigen, dass der Einsatz nicht in jedem Fach und jeder Unterrichtsstunde sinnvoll ist. Bewährt hat sich die Nutzung vor allem im Fach Geschichte.

Sehr eindrucksvoll begann Jan Albrecht, Lehrer an der Messelbergschule seinen Vortrag mit dem Satz: „Wir beschulen jetzt Kinder für Jobs, die wir noch nicht kennen.“ Um die Kinder auf moderne Berufe vorzubereiten, arbeiten die Lehrkräfte in allen Fächern mit IPads. Diese unterstützen die Kinder beim Lernen und die Lehrkräfte beim Unterrichten. Die Schule ist sich bei aller Digitalisierung bewusst, dass beim Lernen Emotionen und die persönliche Beziehung zwischen dem Lernenden und dem Lehrenden ein wichtiges Element sind.

Andrea Eberhard von SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg zeigte sich als Organisatorin der Veranstaltung sehr zufrieden. „Alle Besucher hatten die Gelegenheit sich mit den Referenten im persönlichen Gespräch auszutauschen.“  Auch Sven Strahlendorf, Vorsitzender von SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen,  äußerte sich positiv. „Die vielen Teilnehmer bestätigten das Interesse und die Aktualität des Themas Digitalisierung an Schulen“.