Berufsausbildung 4.0: Ein weiteres Highlight des Pilotprojekts „Berufsausbildung 4.0 – Berufliche Orientierung goes digital“ hat mit der Brühlschule Genkingen über die FindMe! App stattgefunden. Alle Projektschulen konnten am FindMe!-Event Klassenzimmer-Live teilnehmen.Insgesamt waren über 300 Schülerinnen und Schüler dabei und haben in kurzweiligen 20-Minuten-Beiträgen die Firma XXXlutz, das Diakonische Werk Württemberg, die Firma Bosch und die Handwerkskammer Stuttgart erlebt.
Den Auftakt machte das Unternehmen XXXLutz mit Sylvia Benz, die über die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informierte: Von den Kaufleuten für Büromanagement über das Berufsfeld Gestaltung visuelles Marketing bis zur Fachkraft Systemgastronomie. Dabei betonte Benz, dass der bisher als „Jungsberuf“ bekannte Ausbildungsgang Fachkraft für Lagerlogistik zunehmend von Mädchen gewählt wird, weil hier u.a. Organisationstalent, Verantwortung für eine optimale Warenlagerung und Teamarbeit gefordert sind. Und: Neben vielen anderen Benefits für Auszubildende und Angestellte spendiert das Unternehmen zum Geburtstag doch tatsächlich einen Urlaubstag!
Anschließend lernten alle miteinander, dass bei der Firma Bosch – neben vielen anderen Ausbildungsmöglichkeiten im technischen und auch kaufmännischen Bereich – z.B. auch eine Ausbildung im Berufsfeld Werksfeuerwehr möglich ist. Das Besondere? Eine Vollzeittätigkeit, die sich darum kümmert, dass es NICHT brennt. Walter Bölk informierte darüber hinaus noch über die Ausbildung Kaufleute für Digitalisierungsmanagement und den zukunftsträchtigen Beruf Mikrotechnolog:in, der die Bereiche Technik und Labor vereint. Aber auch ein Studium, z.B. im Bereich Mechatronik, ist über die Firma Bosch möglich.
Dana Wolfensberger hat den Vortrag des Diakonischen Werks Württemberg eröffnet. Wolfensberger arbeitet beim Samariterstift als Heilerziehungspflegerin in einer Wohngruppe und erzählte aus ihrem Berufsalltag, den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, dem guten Miteinander im Unternehmen und über die flexiblen Arbeitszeitmodelle im sozialen Bereich. Frau Chrystof ergänzte, dass in den über 30 Ausbildungsmöglichkeiten des DW tatsächlich alle „mit Menschen“ zu tun haben. Aber auch hier sind die Bereiche von der Arbeit mit Geflüchteten, über die Berufe in der Pflege und im Bereich Kinder und Jugendliche bis hin zu verwaltenden und in der Öffentlichkeitsarbeit angesiedelten Tätigkeiten unwahrscheinlich vielfältig.
Melanie Wenzel stellte für die Handwerkskammer Stuttgart an ganz praktischen Beispielen die insgesamt 130 Ausbildungsmöglichkeiten in acht Berufsgruppen vor. Schnell wurde allen klar, dass es ohne das Handwerk einfach nicht geht, es uns tatsächlich im gesamten Tagesablauf begegnet: Vom knusprig gebackenen Brötchen, über einen funktionierenden Wasserhahn bis hin zur reparierten Gangschaltung beim Fahrrad. Auch die Annahme, dass allein das Studium gute Entwicklungs- und Verdienstchancen bietet, ist mittlerweile Geschichte: Nach einer erfolgreichen Ausbildung ist der Abschluss Techniker:in, Meister:in oder auch ein weiterführendes Studium möglich.
Am Ende der zweistündigen Veranstaltung brachte es ein Beitrag im Chat auf den Punkt: „Sehr viel Input auf einmal. Inhalte aber gut dargestellt“. Zum Glück können die Schülerinnen und Schüler alle Unternehmen direkt in der Findme! App finden, Kontakt aufnehmen, ihre offenen Fragen stellen: Jetzt wird gematcht! Ein großer Dank an Frau Lenz von der Firma FindMe!, die dieses Event so souverän moderiert und immer wieder technisch unterstützt hat!
