80 Lehrkräfte betreuen 1500 Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg ins Berufsleben

  Rückblick auf eine Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen  Göppingen
SCHULEWIRTSCHAFT besucht die Gewerbliche Schule Göppingen

Einen guten Einblick in die Bildungsangebote der Beruflichen Schule Göppingen erhielten dreißig Lehrkräfte und Unternehmensvertreter. Eingeladen hatte das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen gemeinsam mit Jürgen Wittlinger, Schulleiter der Gewerblichen Schule Göppingen. Wittlinger informierte die Besucher über die Bildungsangebote der Schule. Mit einem Team von 80 Lehrkräften werden 1500 Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Dualen Ausbildung oder in der Vollzeit-Schule unterrichtet. Zu den bewährten Vollzeit-Bildungsgängen gehört das Technische Gymnasium, eine Meisterschule für Metallbauer sowie die zweijährige Technikerschule. Mit der einjährigen Berufsfachschule beginnt die Ausbildung eines Handwerksberufs wie Elektroniker für Energie- und gebäudetechnik, Metallbauer oder Kraftfahrzeugmechatroniker.  

Neu bei den Vollzeit-Angeboten ist die Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual). Dieser Bildungsgang richtet sich an Schulabgänger mit und ohne Hauptschulabschluss, die sich noch nicht für einen Ausbildungsgang entscheiden konnten und weiter an ihrer Ausbildungsreife arbeiten wollen. Durch wöchentliche Tagespraktika sowie zwei Blockpraktika und praktische Arbeiten in den schuleigenen Werkstätten lernen sie verschiedene technische Berufe kennen. AVdual-Begleiterinnen unterstützen die Jugendlichen auf ihrem Weg zu einer dualen Ausbildung. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler besuchen die Berufsschule in Teilzeit als Auszubildende in Berufen wie beispielsweise Holzbearbeitungsmechaniker, Werkzeug- und Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik oder Kraftfahrzeugmechatroniker.  

Für alle Bildungsgänge stehen modern ausgestattete Werkstätten und Labore zur Verfügung. Hier erfolgt die praktische Ausbildung an der Schule. Das Netzwerk wurde durch die Werkstätten und Labore für Automatisierungstechnik, für Metallbauer und für KFZ-Mechatroniker geführt. Gefragt nach den schulischen Voraussetzungen für eine Ausbildung im KFZ-Bereich, berichtete der Lehrer Thomas Battaglia: „Wer wirklich Lust auf die Ausbildung hat, kann diese auch mit einem mittelmäßigen Schulabschluss schaffen.“

Nach der Führung diskutierten die Teilnehmer über die Frage, inwiefern eine umfassende Berufsorientierung die Ausbildungsreife bei Schülerinnen und Schüler beeinflusst? Da alle Besucher als Lehrkraft oder in der Ausbildung arbeiten, wurden die Erfahrungen mit Jugendlichen ausgetauscht. Nachdem die Ausbildungsreife mit Begriffen wie Ausdauer, Kritikfähigkeit, gute Lese-, Deutsch- und Mathekenntnisse und gute Umgangsformen definiert wurde, beschäftigten sich die Teilnehmer mit einer umfassenden Berufsorientierung an Schulen. Geäußert wurden Ideen, wie das Einbinden von Eltern, eine Berufsorientierung durchgängig von Klasse 5 bis zur Abgangsklasse, Vor- und Nachbereitung von Praktika, sowie praktische Projektarbeiten im Betrieb. 

Die Vertreter von SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen, Andrea Eberhard und Andreas Eiglmaier, bedankten sich bei den Besuchern für den gewinnbringenden Austausch, bei Jürgen Wittlinger für die Vorstellung der Schule und bei den Berufsschullehrern für die Führung durch die Werkstätten und Labore. Jürgen Wittlinger verabschiedete die Besucher mit den Worten: “Die Schule stellt die Rahmenbedingungen für eine gute Ausbildung zur Verfügung, aber alle anwesenden Vertreter aus Schulen und Unternehmen können dazu beitragen, dass mehr Schüler nach der Schulzeit ihren Weg in eine Ausbildung finden.“

Zurück

Jürgen Wittlinger, Schulleiter der Gewerblichen Schule

Rundgang durch die Schule

Beim Vortrag des Schulleiters

Bei den KFZ'lern