Die Besucher, darunter viele Lehrkräfte, sowie Vertreter von Unternehmen, der Agentur für Arbeit und von Südwestmetall, freuten sich über den vertieften Einblick in die moderne technische Ausbildung bei Voith.
Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Ausbildungsleiter Erwin Krajewski. Mit den Worten „Die DNA von Voith sind nachhaltige Technologien für zukünftige Generationen“ beschrieb er die Kernkompetenzen von Voith. Das Unternehmen ist ein globaler Technologiekonzern mit großer Erfahrung in den Märkten Wasserkraft, elektrifizierte Antriebe für Bus, Bahn und Schiffe, sowie Papiermaschinen. Er konnte verschiedene Beispiele für die Nachhaltigkeit der Voith-Maschinen aufzeigen. Das Unternehmen arbeitet daran, durch den Einsatz von KI bei der Papierherstellung 95 Prozent Wasser einzusparen. Intelligente Sensoren erkennen an den Geräuschen der Turbine, wann die nächste Instandsetzung notwendig ist.
Erwin Krajewski beschrieb die Intension des futuristischen Glasbaus, in dem die Ausbildung untergebracht ist. Die Glasflächen sorgen für einen außergewöhnlichen Lichteinfall, die Aufteilung der Werkstattflächen für Offenheit und Transparenz. Ein Rundgang durch das Gebäude unter der Führung von Krajewski und dem technischen Ausbildungsleiter Matthias Schlenkermann bestätigte den Besuchern die Transparenz der einzelnen Ausbildungsbereiche. Auszubildende konnten in den Abteilungen Stahlbau, Zerspanen, CAD und E-Technik bei ihren Tätigkeiten beobachtet werden. Zum Beispiel waren die Auszubildenden zum Industriemechaniker damit beschäftigt, eine Taschenlampe zusammenzubauen. Beeindruckt waren die Teilnehmer von der Präsentation einer Projektarbeit der Auszubildenden, die gemeinsam mit zwei Schülern eine alte Wasserturbine mit einem hölzernen Zahnrad repariert haben. Insgesamt werden bei Voith etwa 240 Auszubildende und Studenten ausgebildet. Als die Ausbilder gefragt wurden, welche Fähigkeiten die Schüler für eine Ausbildung mitbringen sollten, wurden die Eigenschaften „Neugierde, Kommunikationsfähigkeit und eine selbstständige Lernfähigkeit“ genannt.
Nach dem Rundgang schloss sich ein Vortrag des Schiffsbauingenieurs Dirk Jürgens an. Er hat an der Weiterentwicklung des Voith Schneider Propellers mitgearbeitet. Der Bau dieses Propellers begann mit einem Patent aus dem Jahre 1926 von Ernst Schneider. Nach einer konsequenten Weiterentwicklung gehört dieser Propeller zu der schnellsten Antriebsform für Schiffe und U-Boote. So wird der Propeller zum Beispiel für Rettungsschiffe, Hafenfähren, Schlepper und für die Staten Island Ferry in New York verwendet. Die außergewöhnliche Form des Propellers wurde mit vielen Fotos und Filmen anschaulich dokumentiert.

