Einfluss von KI auf die Berufswelt

  Rückblick auf eine Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Main-Tauber-Kreis  Main-Tauber-Kreis

Wie Deep Learning & Maschinelles Sehen Berufsfelder verändert

Am 12. Februar 2025 fand die zweite Netzwerkveranstaltung des Schuljahres in den Räumlichkeiten der Michael Weinig AG in Tauberbischofsheim statt. Die Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit für den Austausch zwischen Unternehmen, Agenturen für Arbeit und Bildungseinrichtungen, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Berufswelt.

An diesem Nachmittag erhielten die 35 Teilnehmenden wertvolle Einblicke, wie Künstliche Intelligenz die Berufswelt nachhaltig verändert. Neben der theoretischen Betrachtung wurde den Anwesenden vor Ort demonstriert, wie die neuesten KI-Anwendungen der Michael Weinig AG in der Praxis funktionieren.

Highlights und Einblicke
Marketingleiter Benedikt Schneider präsentierte die Michael Weinig AG und betonte dabei die große weltweite Nachfrage nach Holzbearbeitungsmaschinen aus Tauberbischofsheim.
Anschließend führte Prof. Dr. Carsten Müller von der DHBW Mosbach Campus Bad Mergentheim die Teilnehmenden in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein. Sein Vortrag verdeutlichte eindrucksvoll, wie Deep Learning und maschinelles Sehen die Berufswelt transformieren und gesamte Branchen revolutionieren. Beispielsweise wird ein Industriemechaniker in 25 Jahren voraussichtlich weniger mechanische Arbeiten wie manuelle Reparaturen oder Montagen durchführen. Fortschritte in Automatisierung, KI und Robotik könnten den Schwerpunkt vielmehr auf die Wartung und Überwachung hochentwickelter, autonomer Maschinen und Produktionssysteme verlagern.

Austausch und Netzwerken
Während der Netzwerkrunde konnten die Teilnehmenden die Gelegenheit nutzen, sich bei einem leckeren Snack auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.
KI-Anwendungen bei Weinig zum Anfassen
Benjamin Sack, KI-Experte bei Weinig, stellte die neue KI-Anwendung „Optitrack“ vor, die in der Produktion sicherstellt, dass kein falsches Brett bearbeitet wird, wodurch der Ausschuss erheblich reduziert werden kann.

Maschinelles Sehen, vereinfacht beschrieben als das Scannen der Stirnseite des Brettes, sorgt dafür, dass jedes Holzstück im gesamten Bearbeitungsprozess zuverlässig wiedererkannt wird. Diese Technologie wurde den Teilnehmenden live an einer Versuchsanlage demonstriert. Freiwillige wurden eingeladen, kurze Testbretter zu vertauschen und die Anlage herauszufordern – mit beeindruckendem Ergebnis: Alle Bretter wurden perfekt erkannt.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des benachbarten Showrooms, in dem eine ganze Reihe von modernen Holzbearbeitungsmaschinen für Kundenvorstellungen bereitstanden. Ein Weinig-Mitarbeiter führte vor, wie eine Vierseiten-Hobelmaschine Holz in verschiedene Formen bringen kann. Die Teilnehmenden konnten selbst entscheiden, ob eine vierkantige Holzlatte beispielsweise in die Form eines Hasen, Schmetterlings oder Elefanten gehobelt werden sollte. Besonders beeindruckend war die schnelle Werkzeugwechsel-Technologie und die beeindruckende Präzision des Endergebnisses.

Fazit
Die Netzwerkveranstaltung war ein voller Erfolg und bot sowohl theoretische als auch praxisnahe Einblicke in die Auswirkungen der KI auf verschiedene Berufsfelder und auf die innovativen Produkte von Weinig. Dank des engagierten Teams der Michael Weinig AG, des Gastvortrags von Prof. Dr. Müller sowie der aktiven Beteiligung der Anwesenden konnte ein wertvoller Wissenstransfer stattfinden. Alle Beteiligten gingen mit neuen Impulsen und wertvollen Kontakten aus dem Event heraus.

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KI Anwendungsmöglichkeiten

Demonstration Holzscanner

Präsentation Weinig

Professor Müller

Vierseiten-Hobelmaschine