Im Mittelpunkt stand das bereits seit neun Jahren etablierte Berufsorientierungsprojekt Eltern-Schüler-Werkstatt“, das jedes Jahr Jugendlichen und Eltern praxisnahe Einblicke in zahlreiche Ausbildungsberufe ermöglicht.
Ziel der Veranstaltung: Erfolgreiche Berufsorientierung zugänglich machen
Diese Nachmittagsveranstaltung hatte das Ziel, den beteiligten Akteuren aus Schule, Wirtschaft und Berufsberatung dieses bewährte Berufsorientierungsprojekt vorzustellen und ihnen Ideen und Anregungen für ihre eigene Arbeit mitzugeben.
Petra Lauker, BO-Lehrerin der Gemeinschaftsschule, präsentierte zunächst das Konzept der Eltern-Schüler-Werkstatt und erläuterte, wie das Format Jugendliche und Eltern gleichermaßen anspricht. Danach zeigte Uwe Hossfeld, Ausbildungsleiter der Firma Bohlender aus Grünsfeld, anhand konkreter Beispiele, welche Projekte er in den letzten Jahren umgesetzt hat. Besonders beeindruckten dabei kreative Werkstücke wie ein Tesa-Abroller und ein Handyhalter aus Metall, die Schüler/innen mit ihren Eltern während der Workshops selbst herstellen konnten.
Im Anschluss erklärte Jochen Christ, ebenfalls BO-Lehrer, praxisnah, worauf es bei der Planung und Organisation eines solchen großen Projekts ankommt. Von der Koordination der teilnehmenden Betriebe bis zur Auswahl der Berufe und Organisation des Zeitplans – sein Vortrag bot wertvolle Einblicke in die Umsetzung eines Berufsorientierungsformats dieser Größenordnung.
Hand anlegen und Berufe erleben
Die „Eltern-Schüler-Werkstatt“ wird jährlich an einem Samstagvormittag organisiert und erfreut sich in der Region großer Beliebtheit. Auch dieses Jahr kamen im Oktober wieder zahlreiche Betriebe an die Schule, um ihre Ausbildungsberufe in 70-minütigen Workshops vorzustellen. Viele verschiedene Berufsfelder standen den Jugendlichen zur Auswahl – mit einem klaren Schwerpunkt auf dem eigenen praktischen Ausprobieren.
Die Jugendlichen konnten aus einer Vielzahl an Berufsbildern zwei Workshops wählen und unter anderem ausprobieren:
- Hämmern, bohren und baggern mit Baumaschinen im Bereich Bau- und Holzmechanik
- Verbände anlegen als Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r oder Polizeibeamte/in
- Schubkarren und Rohre bewegen bei Gleisbauer/in
- Teig kneten und dekorieren als Bäcker/inoder Konditor/in
- Messungen durchführen und Elektronik installieren als Elektroniker/in
- Zahlen und Beratung erleben als Bankkaufmann/frau
Dabei brachten die teilnehmenden Betriebe nicht nur ihre Expertise, sondern auch ihre Maschinen, Werkzeuge und Materialien mit – vom Bagger über Vermessungstechnik bis hin zu Backformen und anderen Arbeitsmitteln.
Direkter Austausch als Erfolgsfaktor
Während und nach dem Netzwerken bei Snacks und Getränken hatten die anwesenden Ausbildungsverantwortlichen, Lehrkräfte und Berufsberater viele Gelegenheiten, Fragen zu stellen und sich über das Projekt auszutauschen. Natalie Ederer, Rektorin der Schule, unterstrich in ihrem Grußwort die besondere Bedeutung dieses Formats. Der direkte Kontakt zwischen Schüler/innen, Eltern und Ausbildungsverantwortlichen sowie deren Azubis baue Hemmschwellen ab und eröffne Wege von der Schule in die Ausbildung.
Eine starke Partnerschaft zwischen Schule und Wirtschaft
Viele der Betriebe sind langjährige Partner der Gemeinschaftsschule Lauda-Königshofen und nehmen seit Beginn des Projekts vor neun Jahren regelmäßig teil. Diese Kooperation zeigt, wie wichtig ein verlässliches Netzwerk von Schulen, Betrieben und Eltern für eine erfolgreiche Berufsorientierung ist.
Das Erfolgsrezept dieser Veranstaltung liegt in der Kombination aus authentischen Praxiseinblicken, praktischen Tätigkeiten und direktem Austausch zwischen Betrieben, Schüler/innen und Eltern – ein Konzept, das auch überregional als Vorbild dienen kann.


