Micha Pallesche zeigte unter dem Begriff „New Work“ klar auf welche Anforderungen die moderne Arbeitswelt stellt. Um Schüler und Schülerinnen dafür fit zu machen braucht es laut Pallesche ein „New Learning“. Er zeigte in seinem Vortrag auf wie Lehr- und Lernprozesse an seiner Schule umgestaltet wurden. Anhand konkreter Projekte gab er erprobte und erfolgreiche Ansätze aus dem Praxisalltag seiner Gemeinschaftsschule weiter. Pallesche übernahm 2015 nach seiner Funktion als Konrektor die leitende Gesamtverantwortung der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe. Unter seiner Federführung entwickelte er diese zu einer bundesweit bekannten und beispielgebenden Schule mit mehrfach ausgezeichnetem, medienbildnerischem Profil.
Nach dem Vortrag präsentierte Kai Friedrich, Vorsitzender Wirtschaft im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Hohenlohe und Ausbildungsleiter der Firma MEFA in Kupferzell, das Berufsorientierungs-Angebot „Praktikumswoche Baden-Württemberg“.
In der Workshop-Phase teilten sich die 55 Beteiligten in fünf Workshop-Räume auf. Im Workshop 1 „Erfolgreiche Berufsorientierung durch das Konzept Stufen zum Erfolg“ präsentierten Max Mauser und Benjamin Neulinger ihr Bewerbungstraining für Schulen. Die beiden Referenten sind für die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken aktiv. Uwe Deubel und Nicole Charrier von der IHK Heilbronn-Franken stellten im Workshop 2 das BoriS-Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg als ausgezeichnete Berufsorientierung durch Qualität und Struktur vor. Mit diesem Siegel werden nur Schulen ausgezeichnet, die ein zertifiziertes BO-Konzept nachweisen können. Sabine Ahua vom Service SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg führte im Workshop 3 in Digitale BO-Angebote ein. Das Motto lautete „Berufliche Orientierung goes digital“. Micha Pallesche stellte im Workshop 4 Konzepte seiner Schule vor wie es ihnen gelingt „Die Eltern ins Boot zu holen“. Dabei forderte er auf sich als Schule radikal nach außen zu öffnen. Eine Öffnung hin zu den Eltern, hin zu den Betrieben und hin zu den Menschen im Quartier. Im Workshop 5 „Best Practice“ wurden zwei Messe-Konzepte vorgestellt. Beide haben das Ziel jungen Menschen beim Übergang von der Schule in die Berufswelt zu unterstützen. Dörthe Hube, Projektleiterin beim Institut für Talententwicklung Flein und Verantwortliche für die vocatium-Messe in Heilbronn, legte das Messekonzept dar. Dabei geht es um eine intensive Messevorbereitung in den Schulklassen. Ziel ist es, dass die jugendlichen Messebesucher gut vorbereitet terminierte Gespräche mit den Ausstellern, wie z.B. Ausbildungsbetrieben, in der vocatium-Messe führen. Alexander Wonner, Geschäftsführer der GrowX Ellhofen, präsentierte den Karriere Kick als Recruiting-Messe. Dabei spielen bei einem großen Tischkicker-Turnier jeweils Jugendliche gegen Ausbildungsverantwortliche.
Nach den Workshops fassten alle Referierenden in zwei Minuten im Plenum ihren Workshop-Inhalt für alle zusammen. Um 17 Uhr war der dreistündige Fachnachmittag zu Ende. Veranstaltet wird die Onlineveranstaltung von den vier regionalen Netzwerken SCHULEWIRTSCHAFT Main-Tauber, Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Heilbronn in Zusammenarbeit mit dem ZSL – Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung.
Der Termin für den 4. Digitalen Fachnachmittag in Heilbronn-Franken ergibt sich aus der regelmäßigen Terminierung: Am ersten Mittwoch nach den Osterferien. Save the date: Mittwoch, 10. April 2024!



