Erster digitaler Stammtisch SCHULEWIRTSCHAFT in Göppingen

  Göppingen  Kita/Grundschule
Das Thema Berufsorientierung in Pandemiezeiten ist sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Lehrkräften auf großes Interesse gestoßen. Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT hat gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer, Bezirkskammer Göppingen, zum ersten digitalen Stammtisch eingeladen.
Mehr als dreißig Teilnehmer haben sich über die gegenwärtige Situation in der Berufsorientierung an den Schulen ausgetauscht. Als großes Problem wurden die nicht stattfindenden Praktika gesehen. Ein aktuelles Schreiben des Kultusministeriums untersagt den Schülerinnen und Schülern der allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg ein Präsenzpraktikum in den Betrieben. Die Folgen sind auffallend. Karl Grözinger, Ausbildungsleiter bei WMF, berichtet: „Es gehen viel weniger Bewerbungen ein. Leider haben aufgrund falscher Berufsentscheidungen Ausbildungsplatzabbrüche zugenommen.“  Andreas Eiglmaier, Konrektor an der Silcherschule in Eislingen bestätigt die Bedeutung von Praktika. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse haben in den vorherigen Klassen noch viele Praktika in den Unternehmen absolvieren können. So fiel die Berufsentscheidung nicht schwer und die meisten der Klasse gehen im Herbst in Ausbildung. 
Die Unternehmen im Kreis Göppingen stellen weiterhin Praktikumsplätze zur Verfügung, aber im Moment warten sie vergeblich auf die Schüler. Eine Ausnahme bildet die Gewerbliche Schule Göppi-gen. Laut Schulleiter Jürgen Wittlinger dürfen die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen weiterhin zum Praktikum in die Unternehmen. „Leider können manche Betriebe aufgrund der Pandemie keine Praktikanten aufnehmen“, so Wittlinger. Für Andrea Eberhard von SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg war der erste digitale Stammtisch ein Erfolg und soll zukünftig regelmäßig stattfinden. Beim nächsten Stammtisch werden die ersten Erfahrungen mit digitalen Berufsorientierungs-Angeboten ausgetauscht. 
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