Jugendliche als „erschöpftere“ Ressource?

  Rückblick auf eine Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Hohenlohekreis  Hohenlohekreis
Gemeinsam Lösungen für den Übergang Schule – Beruf entwickeln

Wie können junge Menschen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, wachsender Belastungen und des demografischen Wandels erfolgreich auf Ausbildung und Beruf vorbereitet werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich die Netzwerkveranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Hohenlohekreis am Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn. Zahlreiche Akteure aus Schule, Wirtschaft, Verwaltung und Elternschaft nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

Nach der Begrüßung durch Florian Frank, Vorsitzender Schule und Harald Daumüller vom Service SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg eröffnete Prof. Dr. rer. pol. Joachim Fiebig von der Hochschule Heilbronn die Veranstaltung mit einer Keynote zum Thema „Jugendliche als schwindende zentrale aber immer erschöpftere Ressource?“.

Im Mittelpunkt seines Vortrags standen die Herausforderungen des demografischen und gesellschaftlichen Wandels sowie deren Auswirkungen auf Bildung, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe. Deutlich wurde dabei: Die Integration und Förderung junger Menschen ist nicht nur eine bildungspolitische Aufgabe, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. 

Besonders hervorgehoben wurde der Ansatz „Keine(r) darf verloren gehen“. Dieser Leitgedanke der Kinder- und Jugendhilfe könne, so Fiebig, auch Orientierung für politisches, kommunales und unternehmerisches Handeln bieten. Gerade vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen und zunehmender psychischer Belastungen junger Menschen brauche es stärkere Kooperationen zwischen allen Akteuren am Übergang Schule – Beruf.

Im anschließenden Austausch diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft und Elternschaft über konkrete Erfahrungen aus der Praxis. Florian Frank vom Staatlichen Schulamt Künzelsau, Gabriele Häussler von Kriwan Industrie-Elektronik sowie Corinna Burgermeister als Mutter zweier Teenager brachten unterschiedliche Perspektiven ein und machten deutlich, wie wichtig frühzeitige Orientierung, individuelle Unterstützung und verlässliche Netzwerke für Jugendliche sind.

Beim anschließenden „Netzwerken & Snacken“ wurde der Dialog vertieft. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Kontakte auszubauen und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. Gerade diese Vernetzung unterschiedlicher Akteure ist ein zentrales Anliegen von SCHULEWIRTSCHAFT.

Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Hohenlohekreis versteht sich als regionale Plattform für alle Akteure im Themenfeld Schule und Wirtschaft. Schulen, Unternehmen, Kammern, Agenturen und weitere Partner arbeiten hier gemeinsam daran, junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu begleiten.

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Darstellung demografischer Wandel

Beim Netzwerken

Hochschule Heilbronn - Campus Künzelsau