KI in der beruflichen Orientierung: Praxisworkshop in Offenburg setzt starke Impulse für die Region

  Rückblick auf eine Veranstaltung der Netzwerke SCHULEWIRTSCHAFT Breisgau, Lörrach, Ortenau und Waldshut  Breisgau
Fachkräfte aus Schule, Wirtschaft und Beratung erproben konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI für eine reflektierte und zukunftsorientierte Berufsorientierung

Nach dem erfolgreichen digitalen Auftakt im Februar folgte am 21. April 2026 bei Hydro Extrusion Offenburg der zweite Teil der gemeinsamen Fortbildungsreihe rund um Künstliche Intelligenz in Bildung und Berufsorientierung. Während in der Online-Session zunächst Grundlagen, Chancen und strategische Fragen im Mittelpunkt standen, ging es nun ganz bewusst um die praktische Umsetzung im Alltag: ausprobieren, vergleichen, reflektieren – und direkt anwenden.

Im Rahmen der Initiative IT-Fitness kamen Ausbilder:innen, Lehrkräfte und Berufsberatende zusammen, um gemeinsam zu erarbeiten, wie KI-Tools sinnvoll und verantwortungsvoll in Schule, Ausbildung und Beratung eingesetzt werden können. Gerade diese Mischung der Zielgruppen erwies sich erneut als besonderer Mehrwert: Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander, Erfahrungen wurden geteilt und konkrete Ideen gemeinsam weiterentwickelt.

Unter der fachkundigen Leitung von Jutta Schneider von Helliwood media & education arbeiteten die Teilnehmenden mit zahlreichen Praxisbeispielen aus Berufsorientierung, Unterricht und betrieblicher Ausbildung. Erprobt wurden verschiedene Herangehensweisen – von einfachen Prompts über dialogische Arbeitsweisen bis hin zu strukturierten Methoden wie dem RICE-Modell und gezieltem Prompt Engineering.

Im Mittelpunkt stand dabei nie die Technik allein, sondern immer die pädagogische und praktische Leitfrage: Wann hilft KI wirklich weiter – und wann nicht? Wo kann sie Prozesse erleichtern, Ideen liefern, Struktur geben oder individuelle Förderung unterstützen? Und wo bleibt die menschliche Begleitung, Einschätzung und Beziehung unverzichtbar?
Deutlich wurde: KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein – etwa bei der Vorbereitung von Unterricht, der Erstellung von Materialien, der Ideenfindung, der Strukturierung von Bewerbungsprozessen oder der Unterstützung individueller Lernwege. Entscheidend bleibt jedoch der kompetente und reflektierte Umgang damit. Genau hier setzte der Workshop an.
Besonders wertvoll war der offene Austausch zwischen den Teilnehmenden. Lehrkräfte erhielten Einblicke in betriebliche Anforderungen, Unternehmen bekamen neue Perspektiven auf schulische Realität, Berufsberatende brachten ihre Erfahrungen aus der Begleitung junger Menschen ein. So entstand ein lebendiger Transfer, der weit über klassische Fortbildungsformate hinausging.

Ein herzlicher Dank gilt Jutta Schneider für die fachlich starke, praxisnahe und motivierende Gestaltung des Nachmittags. Ebenso bedanken wir uns bei Microsoft für die Unterstützung im Rahmen der Initiative IT-Fitness. Ein besonderer Dank geht außerdem an Hydro Extrusion Offenburg für die Gastfreundschaft, die hervorragenden Rahmenbedingungen und das gelungene Catering. Stellvertretend danken wir Daniel Bumen, Technischer Ausbildungsleiter, für die Unterstützung vor Ort sowie die spannenden Einblicke in Ausbildung, Nachwuchsförderung und betriebliche Praxis.

Getragen wurde die Veranstaltung vom Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ortenau. Der erfolgreiche Nachmittag hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial entsteht, wenn Schule, Wirtschaft und Berufsberatung gemeinsam an Zukunftsthemen arbeiten – und dass diese Reihe sehr gerne fortgesetzt werden darf.

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