Kleemann gewinnt den Nachwuchs mit emotionaler Berufsorientierung

  Veranstaltung von SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen
Fast dreißig SCHULEWIRTSCHAFT-Teilnehmer waren zu Gast bei der Kleemann GmbH in Göppingen. Die anwesenden Lehrkräfte und Unternehmensvertreter zeigten großes Interesse an den Projekten, die Schülern die Ausbildung bei Kleemann näher bringen. Hierzu ist Kleemann mit vielen Schulen eine gewinnbringende Kooperation eingegangen. 

Zwei Lehrkräfte der Walther-Hensel-Schule gaben den Besuchern einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen der Schule und Kleemann. Ausbildungsbotschafter des Unternehmens berichten an der Schule über ihre Ausbildung und informieren über eine erfolgreiche Bewerbung. Ein Teil des Technikunterrichts findet in der achten Klasse bei Kleemann statt. Dort werden gemeinsam mit den Auszubildenden Räder für ein Fahrzeug gefräst. Der Ausbildungsleiter Achim Miller weiß, dass eine Technik-Begeisterung nur über die eigene Arbeit in der Ausbildungswerkstatt geweckt werden kann. „Für eine emotionale Berufsorientierung ist das eigene Tun, das Ausprobieren und eigene Erfahrungen mit verschiedenen Werkstoffen so wichtig,“ äußert sich Miller. 

Aktuell machen bei Kleemann über 70 Auszubildende und Studierende ihre Ausbildung mit der Tendenz zu steigenden Ausbildungszahlen. Miller berichtete, dass es jedes Jahr schwieriger wird alle Ausbildungs- und Studienplätze mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Die Situation würde sich für Unternehmen verbessern, wenn sich mehr Schülerinnen und Schüler direkt nach der Schule für eine duale Ausbildung entscheiden könnten. Vor allem die Freude an einer technischen Ausbildung oder technisches Studium lässt stark nach. Die anwesenden Lehrkräfte berichteten, dass viele Maßnahmen der Berufsorientierung notwendig sind, um die Duale Ausbildung zu stärken. Bei den heterogenen Klassen in allen Schulformen wird es zunehmend schwieriger allen Schülern gerecht zu werden. „Gerade auch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden zu wenig gefördert,“ äußerte sich eine Gymnasial-Lehrkraft.“

Nach dem regen Austausch zur Schul- und Bewerbungssituation wurden die Besucher in zwei Gruppen durch das Unternehmen geführt. Der Weg führte vorbei an der Produktionslinie der Steinbrecher, die in einem geräuschgedämmten Testraum zum Probelauf kommen. Der Rundgang endete in der Ausbildungswerkstatt, die ständig modernisiert und vergrößert wird. Das Unternehmen bildet 13 Ausbildungsberufe und 15 Studiengänge aus. 
Andrea Eberhard von SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg bedankte sich bei den Mitarbeitern von Kleemann für den offenen Austausch und den Einblick ins Unternehmen. „Für ein gegenseitiges Verständnis ist die persönliche Begegnung zwischen Unternehmens- und Schulvertretern sehr wichtig. Offene Unternehmen sind ein Gewinn für beide Seiten,“ so Eberhard. 

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