Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Aalen hatte gemeinsam mit Uwe Heßler, Ausbildungsleiter von MAPAL Dr. Kress KG zum Firmenbesuch eingeladen. Fast dreißig Lehrkräfte und Unternehmensvertreter interessierten sich für die Ausbildung bei MAPAL.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Personalleiter Sebastian Henke und die Vorsitzende SCHULEWIRTSCHAFT Aalen, Nicole Rathgeb, wurde das Thema Ausbildung vertieft. Uwe Heßler gab einen Überblick über die aktuelle Ausbildungssituation bei MAPAL. 130 Auszubildende werden vor allem in den Berufen Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Fachinformatiker und Industriekaufleute ausgebildet. Um vierzig Ausbildungsplätze im aktuellen Jahr besetzten zu können, ist ein intensives Ausbildungsmarketing notwendig. Die Ausbildung wird sowohl auf Stadtomnibussen als auch in Social Media-Kanälen beworben. Jedes Jahr werden Eltern mit Schülern zu einem Zukunftstag zu MAPAL eingeladen. An diesem Tag der offenen Tür werden alle Ausbildungsberufe praxisnah vorgestellt. Die Zusammenarbeit mit regionalen Schulen spielt für MAPAL ebenfalls eine große Rolle. Neben Ausbildungsbotschaftern und die Teilnahme an Elternabenden stellt MAPAL fast das ganze Jahr über Praktikumsplätze zur Verfügung. Meist können die Schüler erst nach einem Praktikum entscheiden, welcher Beruf zu ihnen passt.
Uwe Heßler freut sich über viele Preisträger unter den Auszubildenden. So wurden im Jahr 2022 zwei Auszubildende Weltmeister in Robotic System Integration. Um gute Leistungen der Auszubildenden zu erreichen, wird der Aufwand der Ausbilder immer größer. Bei Ausbildungsbeginn haben viele junge Menschen mangelhafte Kenntnisse in Mathematik, Physik und Technik. Neben dem Theorieunterricht werden die Defizite über Nachhilfe ausgeglichen.
Nach dem Rundgang durch die geräumige und moderne Ausbildungswerkstatt bekamen alle Teilnehmer die Gelegenheit zum Austausch. Dabei wurden die Probleme der Jugendlichen klar benannt. Einige Schulvertreter berichteten von vermehrten psychischen Erkrankungen der Schüler. In Folge dessen ist die Nachfrage bei den schulpsychologischen Beratungsstellen sehr groß, so dass nicht jedem Schüler zeitnah geholfen werden kann. Einig waren sich alle Besucher, dass Praktika, deren Vor- und Nachbereitung für die Berufswahl eine große Rolle spielen.
Die Ausbilder in den Unternehmen stellen jedoch fest, dass einige Praktikanten in unangemessener Kleidung kommen, dass vielen die Kritikfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Motivation fehlt. Sowohl die Schulen als auch die Unternehmen wünschen sich mehr Unterstützung von Seiten der Eltern. Auch Eltern können ihre Kinder auf die Mitarbeit in Unternehmen vorbereiten und sie über Umgangsformen im Betrieb informieren.
Nicole Rathgeb bedankte sich für den informativen Betriebsbesuch mit Besichtigung der Werkstatt und der Produktion. Zu den Zielen des Netzwerkes äußerte sie sich wie folgt: „Für SCHULEWIRTSCHAFT bleibt es ein großes Anliegen, dass sich Schul- und Unternehmensvertreter offen austauschen können und gemeinsam an der Lösung von Problemen in Schulen und Unternehmen arbeite


