Praxisnahe Einblicke, moderne Technik und starke Ausbildungsförderung

  Rückblick auf eine Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Main-Tauber-Kreis  Main-Tauber-Kreis
LEONHARD WEISS zeigt, wie attraktiv und zukunftsorientiert Berufe in der Bauwirtschaft heute sind

Ob Azubi, Ausbilder oder Bereichsleiter, sie alle versprühten eine spürbare Leidenschaft für ihren Betrieb und für ihre Aufgaben. Diese Begeisterung war ansteckend und zog sich wie ein roter Faden durch die Netzwerkveranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Main-Tauber-Kreis beim Bauunternehmen LEONHARD WEISS in Bad Mergentheim am 25. März 2026. Unter dem Motto „Bauen lohnt sich: Berufsbilder mit Zukunft“ erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in moderne Ausbildungsberufe der Bauwirtschaft und in die konsequente Nachwuchsförderung des Unternehmens.

Bereits in der Vorstellung des Unternehmens wurde deutlich, welchen Stellenwert Ausbildung bei LEONHARD WEISS hat. Neben fachlicher Qualifikation spielen Teamgeist, Qualität und Verantwortungsbewusstsein eine zentrale Rolle. Besonders eindrucksvoll war dabei die authentische Perspektive der Auszubildenden selbst. So berichteten die beiden Azubis Samuel, angehender Baugeräteführer, und Nico, angehender Straßenbauer, anschaulich aus ihrem Ausbildungsalltag. Sie machten deutlich, wie wichtig Wertschätzung und Eigenverantwortung für Motivation und Identifikation sind. Ein Beispiel blieb vielen Teilnehmenden besonders im Gedächtnis: Als Baugeräteführer darf man bereits bei der Bestellung „seines“ Baggers mitentscheiden, welche Ausstattung für die eigene Arbeit besonders wichtig ist, etwa ob der Schwerpunkt eher auf der Bedienung über Joysticks oder auf anderen Funktionen liegt. Am Ende wird sogar ein persönlicher Namensaufkleber am Gerät angebracht. Diese Form der Beteiligung schafft Stolz und Verantwortungsgefühl. Sie zeigt jungen Menschen, dass ihre Arbeit ernst genommen wird und dass sie Teil eines Teams sind.

Auch Oliver Hofmann, Bereichsleiter am Standort, brachte diese Haltung auf den Punkt. Für ihn stehen zwei Säulen im Mittelpunkt erfolgreicher Ausbildung und Zusammenarbeit: Teamarbeit und Gesundheit. So wird beispielsweise bei der Auswahl von Arbeitsmitteln großer Wert auf ergonomische und qualitativ hochwertige Ausstattung gelegt. „Manche Baggerkabine ist sauberer als mein Wohnzimmer“, bemerkte er augenzwinkernd. Ein Satz, der die Identifikation vieler Mitarbeitender mit ihrem Arbeitsplatz treffend beschreibt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Berufsorientierung und der Rolle von Ausbildungsbotschaftern. Samuel und Nico engagieren sich selbst in diesem Bereich und besuchen regelmäßig Schulklassen, um über ihre Berufe zu informieren. Sie wurden dafür vom FABI Firmenausbildungsverbund e.V. Main-Tauber speziell qualifiziert und geben authentische Einblicke in ihre Ausbildung. Gerade für Jugendliche ist dieser Austausch auf Augenhöhe ein wichtiger Baustein für eine fundierte Berufswahl.

Dass LEONHARD WEISS konsequent in die Nachwuchssicherung investiert, zeigte sich auch im Engagement der Ausbildungsverantwortlichen. Thomas Schnupp als Ausbildungspate sowie Daniel van Houte als Referent für Berufsbildung sind nicht nur regional, sondern bundesweit auf zahlreichen Ausbildungsmessen präsent. Ihr Ziel ist es, frühzeitig Kontakte zu jungen Menschen aufzubauen und Perspektiven in der Bauwirtschaft sichtbar zu machen.

Wie modern und technologieorientiert Bau- und Ausbildungsberufe heute sind, wurde besonders während der Betriebsbesichtigung deutlich. An mehreren Stationen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Arbeitsprozesse und innovative Technik. Im Erdbaulabor erklärte ein Auszubildender zum Baustoffprüfer anschaulich, mit welchen Messverfahren und Prüfmethoden die Qualität von Materialien sichergestellt wird. Dabei wurde deutlich, dass Präzision und technisches Verständnis zentrale Kompetenzen in diesem Berufsfeld sind. In der Vermessungsabteilung demonstrierte ein Ausbilder anhand einer aktuellen Baustelle, wie heute mit digitaler Technik gearbeitet wird. Unter anderem kam eine Drohne zur Vermessung des Geländes zum Einsatz. Die erfassten Daten werden anschließend digital verarbeitet und direkt an die Baumaschinen übermittelt. Dadurch können Baggerarbeiten zentimetergenau ausgeführt werden. Das ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Digitalisierung und Baupraxis heute zusammenwirken.

Neben den fachlichen Einblicken bot die Veranstaltung ausreichend Zeit für Austausch und Vernetzung. Genau dieser Dialog zwischen Schule, Wirtschaft und weiteren Partnern ist ein zentrales Anliegen des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT. Ziel ist es, gemeinsam junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu unterstützen und ihnen realistische Perspektiven aufzuzeigen. Die Netzwerkveranstaltung hat einmal mehr gezeigt:

Berufe am Bau sind modern, technisch anspruchsvoll und bieten vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig engagierte Betriebe, authentische Ausbildungsbotschafter und starke Partnerschaften zwischen Schule und Wirtschaft für eine erfolgreiche Berufsorientierung sind.

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