Resilienz aufbauen

  Rückblick auf eine Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Hohenlohe-Kreis  Hohenlohekreis

Umgang mit psychischen Erkrankungen in Schule und Ausbildung

Im Fokus der Netzwerkveranstaltung stand das hochaktuelle Thema „Resilienz aufbauen – Umgang mit psychischen Erkrankungen in Schule und Ausbildung“. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden wertvolle Impulse und praxisnahe Einblicke, um junge Menschen in Schule und Ausbildung besser unterstützen zu können.

Als Gastreferent konnte Torben Hanselmann von der Beratungsstelle des Friedenshorts Öhringen gewonnen werden. In seinem Vortrag „Resilienz – wie man junge Menschen stark machen kann gegenüber Belastungen des Lebens“ beleuchtete er die Bedeutung von Resilienz als Schutzfaktor gegenüber den steigenden Anforderungen der heutigen Gesellschaft.

Hanselmann machte deutlich, dass der zunehmende Dauerstress, der durch hohe Erwartungen an Schnelligkeit, Effektivität, Perfektion und Pünktlichkeit entsteht, ein wesentlicher Faktor für die steigende Zahl psychischer Erkrankungen ist. Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse stellte er dar, dass Menschen bereits ab einem Alter von zwei Monaten unterschiedliche Fähigkeiten im Umgang mit Stress zeigen. Ein entscheidender Schutzfaktor in der frühen Entwicklung ist dabei die enge Bindung zu mindestens einer kompetenten und emotional stabilen Bezugsperson.

Ein zentraler Punkt seines Vortrags war die Erkenntnis der Resilienzforschung, dass resilientes Verhalten erlernbar ist. Hanselmann zeigte konkrete Wege auf, wie Schulen und Ausbildungsbetriebe junge Menschen dabei unterstützen können, Belastungen besser zu bewältigen und ihre Widerstandskraft zu stärken.

Beim anschließenden Netzwerken & Snacken tauschten sich die anwesenden Ausbildungsverantwortlichen aus 10 Betrieben aus der Region untereinander und mit den Berufsschullehrkräften und Referierenden aus.

Den zweiten Vortrag hielt die Präventionslehrerin der gastgebenden Berufsschule, Katharina Bauer, zum Thema „Stark durch Ausbildung – Definition, Bedeutung und Umsetzung von Resilienz“. Sie hob die Bedeutung der Resilienzförderung in der Ausbildung hervor, insbesondere vor dem Hintergrund einer Abbruchquote bei Ausbildungen von ca. 30 Prozent in den letzten drei Jahren.

Bauer erklärte die sieben Säulen der Resilienz: Optimismus, Akzeptanz, Beziehung gestalten, Selbststeuerung, Verantwortung übernehmen, Lösungsorientierung und Zukunft gestalten. Speziell für ihre Arbeit mit Schülerinnen und Schülern an der Schule hatte sie eine selbst gestaltete Pinwand, das „Präventionsboard“, mitgebracht und vorgestellt. Neben Informationen und sämtlichen Telefonnummern von Hilfsangeboten enthielt das Board auch ihr Beratungsangebot sowie kleine Kärtchen mit Übungen, die mitgenommen werden sollten.

Zum Schluss gab es Raum und Zeit für Fragen, Austausch und Diskussion, die eifrig genutzt wurde.

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Netzwerktreffen zum Thema Resilienz

Vortrag Torben Hanselmann

Netzwerken

Interessante Gespräche

Katharina Bauer im Gespräch

Mahnendes Zitat

Erkenntnisse wurden festgehalten