Über Betriebspraktika den eigenen Weg finden

 Göppingen
Lehrkräfte und Unternehmensvertreter aus dem Kreis Göppingen tauschten sich beim digitalen Stammtisch SCHULEWIRTSCHAFT zum Thema „Schülerpraktikum“ aus.

Auch Vertreter der Agentur für Arbeit, der IHK Göppingen, von Südwestmetall und SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg waren daran beteiligt. Die Teilnehmenden äußerten sich zu den besten Zeiträumen für Praktika, zur Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler und zu den gegenseitigen Erwartungen. 

Erstmalig hat auch Alexander Neugebauer als Vertreter des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung am Stammtisch teilgenommen. Aus seiner Sicht haben Schulen die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern Praktika über mindesten fünf Tage zu ermöglichen. Jedes Praktikum wird an der Schule gründlich vorbereitet und nachbereitet.

Zur Vorbereitung gehören beispielsweise Bewerbungsschreiben, ein Bewerbungstraining und ein Benimm-Training. Der wichtigste Baustein der Nachbereitung ist ein Praktikumsbericht verbunden mit einer Präsentation der Schülerin oder des Schülers.  Ein Praktikum war für Jugendliche dann erfolgreich, wenn sie oder er sich für diesen Beruf entscheiden kann. Wertvoll ist ein Betriebspraktikum auch, wenn der Jugendliche danach weiß, dass er oder sie diesen Beruf nicht erlernen möchte. 

Nach dem kurzen Impuls durch Alexander Neugebauer wurde die Vorstellungsrunde mit Informationen zu den Zeiträumen der Praktikumswochen verbunden. Schulen legen die Wochen für die einzelnen Klassen fest. Beliebt sind Wochen vor und nach den Faschings-, Oster- oder Herbstferien. In den Betrieben gab es nur wenige Wochen im März und im Juli, die für Praktika nicht geeignet sind. Die Unternehmen vergeben die Praktikumsstellen anhand von Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf und Zeugnisse. Die meisten Ausbildungsstellen werden mit Absolventen besetzt, die in der Schulzeit im Unternehmen ein Praktikum absolviert hatte, äußerte sich ein Ausbilder.

Andrea Eberhard von SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg zog als Moderatorin das Resumée des Online-Stammtisches. „Die Unternehmen wünschen sich viele Praktikanten, die verteilt auf das ganze Jahr für jeweils eine Woche in die Unternehmen kommen. Von den Schulen erwarten sie Absprachen zu den Praktikumswochen, die nicht zeitgleich stattfinden sollten.“ 

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Schülerpraktika im Betrieb sind wichtig zur Berufsorientierung