Großes Interesse an Versicherungsfragen im Schülerpraktikum

 Kita/Grundschule
Gemeinsame Veranstaltung von SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen und IHK-Bezirkskammer Göppingen
Auf großes Interesse bei Schulen und Ausbildungsbetrieben stieß eine gemeinsame Veranstaltung von SCHULEWIRTSCHAFT Göppingen und IHK-Bezirkskammer Göppingen zu Versicherungsfragen im Schülerpraktikum im Rahmen der Berufsorientierung. Dank der Corona gerechten Bestuhlung hatten die teilnehmenden Ausbildenden und Lehrkräfte ausreichend Abstand. Einige Gäste wurden zudem online zugeschaltet. Das Thema „Schülerpraktikum - Planung, Rechtliches und Versicherungsschutz“ tangiert insbesondere die Ausbildungsbetriebe, die Schülerinnen und Schülern ein Praktikum ermöglichen. Ausführlich informierte Denise Korkowski von der Unfallkasse Baden-Württemberg über die Rahmenbedingungen der Unfallversicherung für Schüler im Praktikum. Alle Unfälle, die mit dem Schulbetrieb in Zusammenhang stehen, sind über die Unfallkasse gegen Personenschäden versichert. Dazu gehören auch Arbeits- und Wegeunfälle im Schülerpraktikum. Voraussetzung für die Zuständigkeit der Unfallkasse ist der Bezug zur Schule. Ein freiwilliges Praktikum in den Ferien, das mit der Schule nicht abgesprochen war, gehört nicht dazu. In diesem Fall ist der Schüler, insofern er 15 Jahre oder älter ist, über den Betrieb versichert. Neben Personenschäden können auch Sachschäden entstehen, die in der Regel über die private Haftpflicht der Eltern versichert sind. In der anschließenden Diskussion über die Organisation von Praktika waren sich die anwesenden Ausbilderinnen und Ausbilder darüber einig, dass nicht nur in Corona-Zeiten ein einwöchiges Praktikum kaum noch zu realisieren sei. Nachdem inzwischen alle Schularten verpflichtende Betriebspraktika zur Berufsorientierung vorsehen und dabei die Praktikumswochen oft noch gleichzeitigt terminieren, sei die Anzahl an Anfragen für Praktika von den Betrieben nicht mehr zu bewältigen. Ein- oder zweitägige Praktika könnten leichter zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Grund erging auch der Wunsch an die Schulen, die Praktikumszeiten flexibel zu handhaben. Dr. Uwe Schwab, stellvertretender Leiter der IHK Bezirkskammer Göppingen und Andrea Eberhard von SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg planen auch im nächsten Jahr gemeinsame Veranstaltungen, die Lehrkräften und Unternehmensvertretern den Austausch ermöglichen.  Unter anderem soll mit einem „Forum Berufsorientierung“ die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Betrieben und Agentur für Arbeit im Rahmen der beruflichen Orientierung weiterentwickelt werden.
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