Volle Kraft fürs Klima

  Rückblick auf eine Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Heidelberg /Rhein-Neckar-Kreis  Heidelberg/Rhein-Neckar Kreis
Ausbildung zum Anlagenmechaniker (m,w,d) Sanitär-Heizung-Klimatechnik bei MORSCH 

Am 22. Juni 2023 war das regionale Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Heidelberg / Rhein-Neckar-Kreis zu Gast bei der Firma Friedrich Morsch GmbH in Plankstadt, um ihre Ausbildungsabteilung kennenzulernen. Herzlich begrüßt wurden sie von Co-Inhaberin Frau Menrath und ihrer Tochter Antonella, die selbst aktuell die Ausbildung zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-Heizung-Klimatechnik absolviert und anschaulich davon berichtete. 

Wer als junge Frau eine Ausbildung zur Anlagenmechanikerin SHK macht, muss mit einigen Vorbehalten kämpfen – umso mehr als junge Frau mit Abitur und abgeschlossenem Bachelor-Studium. „Warum machst du das?“ hätten manche Freundinnen gesagt, „Ist das nicht total dreckig?“ und „Du erzählst ja nur noch von diesem Handwerk!“ Doch Antonella Menrath hat bei Morsch ihren Platz gefunden. Sie erzählt tatsächlich gerne und viel von „diesem Handwerk“, das deutschlandweit in aller Munde ist und gebraucht wird wie kaum ein anderes für die zu stemmende Energiewende.  Sie wirbt als Ausbildungsbotschafterin für die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald für den Beruf und auch mit viel Leidenschaft als „die_insta_llateurin“ auf Instagram, wo sie als eine der 1% Frauen im Arbeitsfeld Sanitär-Heizung-Klima viele Follower hat. Aufmerksamkeit zu generieren ist Gold wert für das Handwerk, das sich von alten Klischees befreien muss, um mehr Nachwuchs zu gewinnen. 

Themen wie Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind in dem Beruf des Anlagenmechanikers SHK zuhause. Der immer größer werdende Aufgabenbereich verlangt nach Spezialisten, die sich auf ganz unterschiedliche Weise entwickeln können. Natürlich werden auch diejenigen gebraucht, die gerne auf der Baustelle arbeiten, schrauben, verlegen, installieren. Die Firma Morsch ist auf Großbaustellen spezialisiert und verlegt auch schon einmal mehrere Kilometer Fußbodenheizung auf einmal. Doch zugleich wird der Beruf immer komplexer und digitaler, d.h. es werden auch diejenigen gebraucht, die programmieren und am Laptop Pläne zeichnen für die Planung. Ein Kollege aus dem Feld ist so spezialisiert, dass er weltweit Schulungen durchführt zu seinem Fachgebiet. Auch auf diese Weise kann man sich entwickeln in dem vielseitigen Berufsfeld. Natürlich kann man sich auch weiterbilden zum Meister oder Techniker, was auch Antonella nach der Ausbildung vorhat. Ursprünglich wollte sie Lehrerin werden, doch dann stellte Corona das Studium auf den Kopf. Während alles still stand, brummte das Handwerk und erwies sich als absolut krisensicher. So entstand die Idee zum Neuanfang und Antonella bereut ihre Entscheidung in keinster Weise. Stattdessen versucht sie andere für ihr Handwerk zu begeistern. „Wir brauchen alle: für die Ausbildung ist formal kein Schlussabschluss notwendig. Doch auch für Abiturienten wie mich ist die Ausbildung eine sehr gute Möglichkeit. Die Arbeit ist sinnstiftend, wir werden mehr gebraucht denn je und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind vielfältig. Wer etwas für unser Klima tun möchte, ist hier ebenfalls genau richtig. Und nicht zuletzt: das Gehalt ist viel besser als sein Ruf! Im Handwerk kann man sehr gutes Geld verdienen, absolut vergleichbar mit so manchem Studienberuf!“ Schwachen Schülern kann in der Berufsschule auch mit Unterstützungsangeboten wie der Assistierten Ausbildung „AsA flex“ der Agentur für Arbeit geholfen werden.

Die Firma Morsch blickt auf eine lange Tradition zurück: Gegründet 1903 in Heidelberg erfolgte Ende der sechziger Jahre der Umzug nach Eppelheim.  Seit 2020 ist das Unternehmen, welches seit 1999 durch den Geschäftsführer Stefan Menrath geleitet wird, auf dem neuen Gelände in Plankstadt ansässig.

Aktuell beschäftigt die Firma Morsch GmbH & Co KG über 50 gewerbliche und 18 kaufmännische Mitarbeitende. Die Firma wurde 2020 durch die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald für ihre Ausbildungsleistung ausgezeichnet. Denn den Auszubildenden wird bei Morsch viel geboten: eine angenehme Atmosphäre in dem schönen und hellen Neubau in Plankstadt, ein familiäres Arbeitsklima, fachliche Einweisung und Unterricht - auch mal durch den Chef selbst. Vor den Abschlussprüfungen werden die Auszubildenden zwei Wochen von der Arbeit freigestellt, um sich in Ruhe vorbereiten zu können. 12 junge Menschen machen derzeit die Ausbildung zum Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik. Ab September kommen fünf neue dazu, darunter eine weitere junge Frau, die im Rahmen des GirlsDay für den Beruf begeistert wurde. „Damit sind wir zusammen mit einer Anlagenmechanikerin, die schon lange im Betrieb ist, schon 3! Da hat sich die separate Umkleide für Frauen im Neubau schon richtig gelohnt!“, lacht Antonella. 

Bewerbungen für Praktika und die Ausbildung zum Anlagenmechaniker (m,w,d) SHK mit Beginn 2024 sind jeder Zeit möglich unter bewerbung@remove-this.morsch.de. Nähere Informationen finden sich unter www.morsch.de sowie auf instagram unter @morsch.shk.   

Wir danken der Firma Morsch herzlich für die spannenden Einblicke im Rahmen der Betriebsbesichtigung!

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Ausbildung für die Zukunft!

Traditionsunternehmen Morsch in Plankstadt

Azbui mit Insta-Account: Antonella Menrath