Wachsende Bedeutung der Bildungspartnerschaften

  Online-Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Ostwürttemberg  Schule
Das erste digitale Forum Bildungspartnerschaften ermöglichte den direkten Austausch zwischen Schul- und Unternehmensvertretern.
Die Gastgeber des Forums bestätigten die Bedeutung jeder einzelnen Bildungspartnerschaft für die Schule, sowohl mit Industriebetrieben als auch mit dem Handwerk. André Louis, Leitung Ausbildung IHK Ostwürttemberg, sieht in den Schülerinnen und Schülern die größten Profiteure der Bildungspartnerschaften. Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels ist aber auch für die Unternehmen der direkte Kontakt zur Schule immer wichtiger. Bildungspartnerschaften haben in Zeiten von Corona für Markus Kilian, Geschäftsführer von Südwestmetall Ostwürttemberg, nicht an Bedeutung verloren: „Eine praxisnahe Berufsorientierung wird zum Wegweiser im Dschungel der Ausbildungsmöglichkeiten.“  Kooperationen zwischen Schulen und Betriebe beinhalten tolle und teils digitale Bausteine der Berufsorientierung, so Jörg Hofrichter, Leiter des Schulamtes in Göppingen. Um das Ziel „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu erreichen, ist eine umfassende Berufsorientierung über viele Schuljahre hinweg unumgänglich. Gerade die Nachwuchsgewinnung beim Handwerk ist auf gelebte Partnerschaften zwischen Schulen und Handwerksbetriebe angewiesen, berichtet Dr. Stefan Rössler, Geschäftsbereichsleiter bei der Handwerkskammer Ulm. Beispielhaft nannte er ein Schulprojekt, wie die Neugestaltung eines Schulhofs unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern und mehrerer Handwerksbetriebe. Not macht erfinderisch. Das zeigte sich an vier Ostwürttemberger Schulen. In Zeiten von Corona wurden hochaktuelle Themen, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung aufgegriffen und in digitaler Form umgesetzt. In Workshops wurden die einzelnen Schulprojekte vorgestellt. Sowohl die Eugen-Bolz-Realschule in Ellwangen als auch das Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim wurde für ein besonders innovatives Schulprojekt beim Wettbewerb „Bildungspartnerschaften digital“ mit einem Preis belohnt. Die am Forum beteiligte Härtsfeldschule in Neresheim wurde für ihr Umweltmanagement mit dem „Grünen Aal“ ausgezeichnet. Die genannten Projekte bezogen sich auf Industrie 4.0, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.  Ebenfalls auf eine rege Beteiligung stieß der Workshop mit der Friedensschule in Schwäbisch Gmünd.  Zum Abschluss des Forums resümierte Markus Kilian die eingebrachten Erfahrungen aller Teilnehmer wie folgt: „Berufsorientierung und Praktika vor Ort im Unternehmen sind unschlagbar und unverzichtbar – wenn es die Bedingungen zulassen.“ Kilian äußerte in diesem Kontext auch die Hoffnung, dass das nächste Forum Bildungspartnerschaften wieder in Präsenz stattfinden wird.
Zurück