Wer sind die Angreifer von heute? IT Sicherheit 2023.

  Campus Schule-Wirtschaft im SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk Rottweil  Rottweil
Kriminalität im Netz: Tatsächlich reicht ein Link an der falschen Stelle aus, um potenziellen Angreifern eine Tür zu öffnen.

Immanuel Bär, Co-Founder der ProSec GmbH und Ethical Hacker informierte im Rahmen der Campus Schule-Wirtschaft Veranstaltung überragend eindrücklich und vor allem verständlich über potenzielle Angriffe im Netz und wie sich Unternehmen und Privathaushalte davor schützen können.

Das Team der ProSec schützt international Unternehmen, Konzerne, Behörden & sog. kritische Infrastrukturen vor Hacking Angriffen. Kritische Schwachstellen und Sicherheitslücken werden im ersten Schritt u.a. durch „kontrolliertes Hacking“ aufgedeckt, anschließend unterstützt das Team durch gezielte Beratung beim Absichern um schlussendlich im Rahmen von Schulungsmaßnahmen auch das Wissen nachhaltig zu vermitteln.

Über 60 Personen aus Betrieben, Unternehmen, Schulen und Privathaushalten kamen um 18h im wunderschönen Sonnensaal des Mehr Generationen Haus Kapuziner in Rottweil zusammen. Nach einer Begrüßung und Einführung ins Thema durch die geschäftsführende Vorständin von Campus Schule-Wirtschaft, Dr. Christine Schellhorn, wurde es dann gleich ganz praktisch mit einem Beispiel aus Immanuel Bärs alltäglicher Arbeit: Ein simulierter Hack-Angriff auf eine Apotheke, die herausfinden wollte, wie gut sie aktuell vor cybercrime geschützt ist. Mit einer konstruierten mail an die Mitarbeitenden konnten Bär und sein Team nach kurzer Zeit über den Drucker ins hauseigene System und dort u.a. abgelegte Rezepte, Kundendaten, Gehälter einsehen. Tatsächlich reicht ein Link an der falschen Stelle aus, um potenziellen Angreifern eine Tür zu öffnen.

Immanuel Bärs Auftrag ist es, Berufe zu beschützen und konkrete Hack-Angriffe für Unternehmen zu simulieren. Immerhin ist cybercrime, so Bär, nachweislich eines der erfolgreichsten business-Modelle – die damit verdienten Einnahmen übersteigen tatsächlich selbst den weltweiten Drogenmarkt. 

Immanuel Bär wirbt dafür, keine Angst vor potenziellen Angreifern aus dem Netz zu haben, sondern vielmehr „den Fahrradschlauch unter Wasser zu halten, um herauszufinden, wo es blubbert.“ Dafür können konkrete Angriffe mit professionellen Hacker-Teams durchgeführt werden. Aber auch der von Bär bezeichnete Realismusgrad spielt hier eine große Rolle und bietet u.U. schon ausreichend Schutz: Wie agieren die beteiligten Menschen, wie sensibel sind sie für potenzielle Hack-Angriffe? Wie ist die Technik aufgestellt und wofür wird sie genutzt? Mit einer wirklich guten Botschaft beendet Immanuel Bär nach sehr kurzweiligen zwei Stunden seinen Vortrag: 2023 muss niemand mehr einen fatalen Cyber-Angriff erleiden! Seine Forderung: IT-Sicherheit muss zur Chefsache jedes Unternehmens gemacht werden - und alle auch im privaten Umfeld mit gesundem Menschenverstand und Augenmaß agieren. Mitveranstalter waren die IHK Schwarzwald Baar Heuberg, die Firma mawa solutions und das Mehr Generationen Haus Kapuziner in Rottweil.

Herzlichen Dank an Campus Schule-Wirtschaft für diesen wichtigen und zukunftsweisenden Impuls!

Weitere Informationen zur IT-Sicherheit gibt es hier:
ProSec
https://lnkd.in/eEcU3djS
https://lnkd.in/dd8Nm5t

Podcast Folge (BSI & ProSec) "Hacking gegen Cyber-Attacken? Im Gespräch mit White Hat"
https://lnkd.in/e-9QmGw3

BSI
https://lnkd.in/eMuNpEum
 

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Begeisterte Gäste und Zuhörer in Rottweil