Wie ticken Jugendliche? Wege in den Beruf

  Pforzheim, Enzkreis, mittlerer Oberrhein
Wie ticken Jugendliche? Eine Frage die nicht nur das SINUS-Institut umtreibt – wie die Beteiligung mit über 80 Teilnehmenden aus Schule, Betrieben, Arbeitsagenturen, Verbänden und den Jugendhilfen gezeigt hat.

Was macht die jetzige Generation aus und was bedeutet das für deren Berufswege?

Oliver Koch aus dem SCHULEWIRTSCHAFT Netzwerk Pforzheim, Enzkreis und mittlerer Oberrhein begrüßte als Gastgeber die SINUS-Mitarbeiterin Christine Ulhmann. Zusammen mit den SCHULEWIRTSCHAFT Servicestellen Südschwarzwald und Südbaden folgte Christine Uhlmann der Einladung, aus den Ergebnissen der SINUS-Jugend-Studie 2020 zu berichten. Eine qualitative-empirische Studie, die die Lebenswelt von Jugendlichen seit 2008 alle vier Jahre untersucht. 

Im Fokus standen die Methodik und der Aufbau der Studie mit besonderem Schwerpunkt auf die Berufsorientierung und future readiness, sowie den jugendlichen Lebenswelten. 

Christine Ulhmanns Vortrag war interaktiv und überaus anschaulich durch die Originalzitate, - Fotodokumentationen und die Lieblingsmusik der Jugendlichen. Trotz der Gruppengröße ergab sich ein vielfältiger Austausch und es gab genügend Raum für Fragen.

Im Stil der Jugendstudie noch ein paar Learnings: 

  • Die Lebenswelten der Auszubildenden, Schülerinnen und Schüler sind vielfältig und überschneiden sich zum Teil. Die Studie konnte wieder sieben „Kern-Lebenswelten“ z.B. tradtionell-bürgerlich oder adaptiv-pragmatisch identifizieren. 
  • Die Berufswünsche der Jugendlichen sind realistischer geworden. Allerdings wussten viele Befragte noch nicht konkret was sie nach der Schule machen wollten. Insgesamt wurde das Thema Berufswahl als eher schwer und teils sorgenvoll wahrgenommen. Die wichtigsten Informationsquellen zur Berufswahl sind nach wie vor Eltern, Geschwister und Praktika. 
  • Um Jugendliche besser zu erreichen und in der Berufswahl zu unterstützen rät Christine Uhlmann abschließend die Jugendlichen lebensweltspezifisch anzusprechen, ihnen einen verlässlichen Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin zur Seite zu stellen und sich als Betrieb zu überlegen: „Wer passt zu uns und wie sprechen wir diese Gruppe (natürlich lebensweltspezifisch) an?“
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